Die Glühbirne der Zukunft

Welcher Erfinder hat der Welt eine Erfindung gescekt, die sie 130 Jahre lang erhellt hat? Thomas Edison könnte das von sich behaupten, denn schließlich ist er ja der Erfinder der Glühbirne. So sagt man zumindest. Doch in Wahrheit hat er lediglich die bereits vorhandene Kohlefadenlampe verbessert indem er sie um eine Gewindesockel ergänzt hat und das Produkt patentieren ließ.

Die seit über 100 Jahren genutzte Glühbirne wird jedoch spätestens am 1. September 2012 aus den Regalen der Supermärkte verschwinden. Der Grund: sie ist ineffizient, da sie nur 5 Prozent der Elektrizität in Licht umwandelt und den Rest in Wärme. Daher soll sie durch Energiesparlampen ersetzt werden. Doch diese Veränderung soll schrittweise umgesetzt werden. Ab September 2009 sollen zuerst klare und matte Glühbirnen mit einer Kapazität von 100 Watt aus dem Handel entzogen werden. 2010 sollen die 75 Watt Birnen und ab 2011 die 60 Watt Modelle das gleiche Schicksal erleiden. Im Jahr 2012 sollen dann auch die 45 und 25 Watt Birnen endgültig aus den Regalen verschwinden.


Politiker und der Umweltminister Sigmar Gabriel sehen als einen wichtigen Schritt zur Schohnung der Umwelt. Und der Geldbeutel des Verbraucher kann sich auch nicht beschweren: laut der Europäischen Union werden pro Haushalt – nach Abzug der erhöhten Abschaffungskosten – bis zu 50 Euro weniger an Stromkosten ausgegeben. Edison kann jedoch trotzdem weiterhin stolz auf seine weiterentwickelte Glühbirne sein, denn der von ihn erfundene Gewindesockel wird auch bei Energiesparlampen weiterhin verwendet.