Strom sparen – Tipps & Tricks


Die jährliche Nebenkostenabrechnung kann für manchen Mieter eine unangenehme Überraschung bedeuten, aber auch die Rechnung des Stromanbieters kann einem die Sprache verschlagen. Fast alle Stromanbieter haben ihre Preise in den letzten Jahren erhöht. An manchen Orten ist die Marge zwischen Strom aus regenerativen Energiequellen wie Wasser-, Wind- oder Solarenergie und Energie aus konventionellen Energiequellen unbedeutend klein. Doch Fakt ist: Ökostrom ist nur deswegen konkurrenzfähig, da er staatlich unterstützt wird. Allerdings hängt das Ausmaß der Nutzung von alternativen Energiequellen zur Stromerzeugung, Heizung oder Kühlung auch von der Nachfrage von Seiten der Verbraucher ab. Egal ob es um Öko-oder Atomstrom geht, hier sind einige Tipps wie man im privaten Haushalt Strom sparen und dabei auch die Umwelt schonen kann.

Sinnvoller Umgang mit dem Auto

Auf das Auto verzichten und lieber mit dem Fahrrad oder öffetlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu fahren bedeutet nicht nur, das man auf die Umwelt achtet, sondern, dass man auch Energiekosten einspart. Mit dem ständigen Erhöhen der Benzinpreise und den unumgänglichen Unterhaltskosten verzichten heutzutage so einige Menschen auf die bequeme Mobilität. Andere teilen sich ein Auto, entweder mit dem Nachbarn oder mit der Familie. Warum sollte das Auto täglich stundenlang ungenutzt rumstehen, wenn es jemand anderes gegen Kostenbeteiligung nutzen könnte? In manchen Städten gibt es CarSharing: die gemeinschaftliche Nutzung von Kraftfahrzeugen. Es gibt wesentliche Unterschiede zur Autovermietung:

- CarSharing ist dezentral angelegt. Die Anbieter tuhen ihr bestes, um ihren Kunden oder Mitgliedern den Zugang zu den Fahrzeugen so komfotabel wie möglich zu machen.
- Bei CarSharing braucht der Kunde nur zu Beginn einen Rahmenvertrag abzuschließen. Von da an kann er jederzeit ein Auto seiner Wahl nutzen – auch um 3 Uhr morgens wenn es nötig ist. Die üblichen Formalitäten, die bei einer Autovermietung anfallen, müssen hier nicht vor jeder Fahrt erledigt werden müssen.
- CarSharing ermöglicht Kurzzeitnutzungen, in der Regel ab einer Stunde. Der Kunde bucht das Auto für so lange er es benötig und zahlt auch nur für den gebuchten Zeitraum.
- CarSharing zielt auf eine sparsame Autonutzung ab – die Tarifgestaltung unterschiedet nach gebuchter Zeit und gefahrenen Kilometern. Freikilometer gibt es üblicherweise nicht. Der Kraftstoff ist bereits im Preis inbegriffen.
- Der Kunde muss nicht nach jeder Fahrt tanken, sondern erst wenn er weniger als ein Viertel Füllstand anzeigt.

Heizung

Obwohl es die Mehrheit der Verbraucher denkt, das Auto verursache der größte Energiekosten, so ist es in Wahrheit die Heizung, die den Geldbeutel nicht verschont. Daher empfielt es sich mit der Heizung nicht zu übertreiben, sprich die Wohnung nicht zu überheizen und die Heizung nachts auch mal abzudrehen. Wer sich tagsüber nicht zu Hause aufhält, sollte seine Wohnung auch nicht beheizen. Wer auf die angenehme Wärme doch nicht verzichten möchte, sollte eine Zeitschaltuhr an der Heizungsanlage anbringen lassen. Genauso wichtig ist es für den ausreichenden Vorrat an Gas und Öl für den nächsten Winter zu sorgen. Denn wie jeder weiß, sind die Preise im Sommer aufgrund der geringeren Nachfrage niedriger als zur eigentlichen Heizsaison.

Der Kühlschrank

Manche Kühlschränke, besonders die älteren Modelle, verbrauchen sehr viel Energie. Mit einem Kühlschrank der Energieklasse A lässt sich der Verbrauch zwar deutlich sänken, doch mit Hilfe von Geräten der Energieklasse A++ lässt sich die Stromrechnung nochmal halbieren. Der Verzicht auf eine Gefriertruhe werden die Stromkosten nochmals halbiert. Man sollte also gut überlegen, ob man ein solches Gerät im Haushalt wirklich benötigt.

Der PC

Oft lassen sich im Büro schon mit einfachen Verhältnisänderungen spürbare Verminderungen des Energieverbrauchs und damit auch der Energiekosten erreichen. Das Power Management Stromsparfunktion) der modernen Computer ist ein effizientes Werkzeug zur Senkung der Energiekosten, ohne dafür ein vermindertes Bedienungskomfort in Kauf nehmen zu müssen.

Alle modernen Rechner sind mit einem Power Management ausgestattet, das die Systemkomponenten energieeffizient steuert. Nicht benötigte Komponeneten werden abgeschaltet oder in einen Betriebsmodus mit verringertem Energieverbrauch versetzt. Bei der Auslieferung des PCs ist jedoch das Power Management nicht angemessen konfiguriert oder die vordefinierten Einstellungen entsprechen nicht den persönlichen Anforderungen des Nutzers.

PC, Bildschirm, Drucker & Co. stehen fast immer unter Strom, auch wenn sie nicht genutzt werden. Um unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden, versetzt das Power-Management-System den Rechner nach einer vordefinierten zeit der Inaktivität automatisch in einen Betriebsmodus mit niedrigerem Energieverbrauch.

Beispiel: In der Mittagspause erkennt das Power Management nach einer bestimmten Zeit, dass der Rechner ungenutzt ist und schaltet den Monitor aus. Im Falle einer kängeren Abwesenheit wird der Stand-by- oder Ruhezustand mit sehr geringem Energieverbrauch aktiviert. Nachdem der PC-Nutzer zum Arbeitsplatz zuückgekehrt ist, kann er das Sytem einfach per Knopfdruck mit kurzer Verzögerung wieder aktivieren.