Stromtarife


Neben der Grundversorgung stellen Stromlieferanten in Deutschland auch andere Abrechnungsmodelle zur Verfügung, (zum Beispiel Sondertarife oder einmalige Bonuszahlungen für den Wechselwilligen). Stromtarife mit Preisgarantie, die eine günstigere Finanzplanung ermöglichen, sind auch interessant für den preisbewussten Konsumenten.

Der Nachteil der Preisgarantie: Eventuell sinkende Strompreise werden nicht weitergegeben, denn man ist seinerseits auch an diesen Preis gebunden. Tarife mit Vorauskasse sind eine andere Möglichkeit Geld zu sparen. Bei diesem Tarifmodell hat der Versorger keinen Zahlungsausfall zu befürchten und so kann er seine eigenen Preise besser berechnen, so dass er diesen Stromtarif entsprechend günstig anbietet. Für den Verbraucher gibt es aber das Risiko, das sein Geld verloren ist, sollte der Anbieter pleite gehen.

In der Praxis ist dies aber äußerst unwahrscheinlich. Der Einbau eines Zweitarifzählers ist eine andere Sparmöglichkeit. Dieser ermöglicht eine Aufschlüsselung des Stromverbrauchs in Tag- und Nachtstrom. Von einigen Lokalversorger wird einen günstigeren Nachtstromtarif angeboten. Für Menschen mit erhöhtem Strombedarf in der Nacht kann dieser günstiger sein als ein reiner Hauptzeittarif. Allerdings fällen zunächst Kosten für den Einbau des Zweittarifzählers an und von manchen Anbietern werden keine wechselwilligen Kunden mit einem solchen Zweittarifzähler akzeptiert. Es gibt noch die Möglichkeit Strompakete zu kaufen.

Der Kunde kauft per Vorauskasse eine bestimmte Menge Strom und kann auf diese Weise erheblich sparen. Dieser Tarif ist allerdings nur denjenigen zu empfehlen, die ihren eigenen Konsum gut kennen und konstant halten können. Benötigt man doch mehr Strom, als das gekaufte Paket enthält, fallen für den zusätzlichen Mehrverbrauch üppige Zuschläge an. Hat man aber zuviel Strom im Paket gekauft, verfällt die nicht genutzte Menge ohne Rückerstattung.

Weitere Punkte, auf die bei einem Stromtarifvergleich geachtet werden soll, sind zum Beispiel die Vertragslaufzeiten. Je kürzer diese sind, desto flexibler ist der Kunde bei Unzufriedenheit und kann wieder wechseln. Der Anbieter möchte den Verbraucher natürlich möglichst lange an sich binden und stellt günstigere Preise bei längeren Vertragslaufzeiten zur Verfügung.

Darüber hinaus sollten Kündigungsfristen und Vertragsverlängerungen beachtet werden, sowie mögliche Sonderabschläge, die beim Vertragsabschluß anfallen, ehe der Wechselprozess beginnt. Diese Sonderabschläge, die 50, 100 oder 200 Euro sein können, werden entweder bei Lieferbeginn mit den ersten Raten verkalkuliert oder nach Beendigung des Vertrags zurückgezahlt.